Grafik einer Interviewsituation mit einem Porträtbild von Wüstenrot Marketingleitung Julia Altendorfer
100 Jahre ganz meins

Vereinbarkeit als Priorität

Julia Altendorfer leitet die Abteilung Marketing bei Wüstenrot und verantwortet somit den gesamten Werbeauftritt. In diesem Interview gibt sie uns Einblicke in ihren Werdegang und erzählt uns, was sie auf ihrem Weg stets motiviert und weitergebracht hat.
 

Für Frauen, die eine Karriere in einer Führungsposition anstreben und dabei die Vereinbarkeit von Job und Familie als Priorität sehen, hat sie uns einige Ratschläge mitgegeben. Außerdem spricht sie offen über Meilensteine und die Bedeutung von Empathie in der Führung.

Lesedauer: 7 Min.

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Interview mit Julia Altendorfer

Beschreibe uns bitte kurz deinen bisherigen Werdegang.

Ich habe ganz klassisch Marketing und Sales Management studiert. Bereits während meines Masterstudiums konnte ich im Red Bull Media House erste wertvolle Erfahrungen sammeln und eigene Filme vermarkten. Danach wechselte ich zu einem kleinen Unternehmen im Telekommunikationsbereich, wo mir eine Teamleitung angeboten wurde. Doch mir war schnell klar, dass der Reiz für mich in der Vermarktung großer, bekannter Namen liegt – und daher wollte ich noch einmal wechseln. Mein Weg führte mich also vor 10 Jahren zu Wüstenrot, und diese Entscheidung hat sich bis heute als goldrichtig herausgestellt.

 

Warum hast du dich gerade für Wüstenrot entschieden?

Es war eine Stelle im Produktmarketing ausgeschrieben, die perfekt zu mir passte. Ich hatte die Gelegenheit, in diese für mich ganz neue Branche einzutauchen und die vielen einzelnen Produkte kennenzulernen – allerdings immer aus der Marketing-Perspektive. Genau an dieser Schnittstelle konnte ich einerseits mein Verständnis für Produkte vertiefen und andererseits meinem Anspruch gerecht werden, klare Botschaften auszuarbeiten, anstatt Kund:innen mit Details zu überhäufen.

 

Obwohl du vorher bereits Führungskraft warst, hast du dich bei Wüstenrot auf keine Führungsposition beworben. Wieso nicht?

Rückblickend war mir immer wichtig, mich schrittweise zu entwickeln, das Unternehmen umfassend kennenzulernen und mir meine Position zu erarbeiten. Ich wollte nicht einfach in eine Führungsrolle „hineingeworfen“ werden, sondern mir eine Basis aufbauen, um dann ein Team zu übernehmen.

 

Du hast aktuell 11 Personen in deinem Team. Wie würdest du deinen Führungsstil beschreiben?

Mein Führungsstil richtet sich stark nach der jeweiligen Situation, denn jede Person tickt anders, geht unterschiedlich mit Feedback um und hat individuelle Stärken. Ein zentraler Aspekt ist für mich Empathie: Ich will eine Atmosphäre schaffen, in der sich jede:r entfalten kann. Niemand soll Angst haben, kreativ zu sein und Ideen einzubringen.

Ich bin außerdem davon überzeugt, dass es enorm hilfreich ist, an ein Problem mit einem positiven Mindset heranzugehen, denn dann erkennt man, dass sie oft auch eine Chance für Veränderung und Wachstum bieten.

Das musste ich selbst lernen und es war ein harter Weg. Als Teamleitung bin ich Vorbild und zeige, wie wir mit Herausforderungen umgehen wollen. Wenn ich meinen Mitarbeiter:innen Angst vorlebe, wird es sich durchziehen. Wenn ich ihnen selbstbewusst zeige, dass ich ihnen und uns als Team vertraue, egal was auf uns zukommt, dann ist Großes möglich.

 

Welche Aspekte deines Jobs machen dir am meisten Freude?

Ganz klar die Arbeit mit meinem Team. Im Marketing wird es nie langweilig, es gibt immer wieder neue Projekte, die einen kreativen und dynamischen Austausch erfordern. Ich mag es, gemeinsam mit dem Team Ideen zu entwickeln und etwas weiterzubringen. Das sind die Momente, die mich wirklich erfüllen.

 

Auf welche Etappen deiner Karriere bist du besonders stolz?

Im Marketing sind es vor allem die Kampagnen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Jedes Mal, wenn zum Stichtag X eine neue Kampagne ausgerollt wird, wenn alle Maßnahmen zusammenlaufen und jedes Rädchen perfekt ineinandergreift, ist das ein echter Gänsehautmoment. Man sieht nach außen vielleicht nur ein paar schöne Bilder und Botschaften, aber dahinter stecken unglaublich viel Herzblut, Strategie und operative Arbeit.

Besonders stolz bin ich auf die Kampagne zum Start von 100 Jahre Wüstenrot. So eine Möglichkeit bietet sich nur einmal im Leben, und es ist einfach schön, Teil davon zu sein.

 

Bald müssen wir ein paar Monate auf dich verzichten, denn du verabschiedest dich in die zweite Karenz. Wie erlebst du die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Freizeit bei Wüstenrot? Vor allem in einer Führungsposition?

Bei Wüstenrot erlebe ich, dass Beruf und Familie absolut vereinbar sind. Ich bin sehr glücklich darüber, einen Arbeitgeber zu haben, für den diese Vereinbarkeit oberste Priorität hat.

 

Was braucht es aus deiner Sicht, um beiden Bereichen gerecht zu werden?

Zuallererst: einen Arbeitgeber, der Eltern und Familien unterstützt. Bei Wüstenrot sind flexible Arbeitszeiten und Homeoffice fixer Bestandteil des Arbeitsalltags. Außerdem geht die Familie immer vor und dafür gibt es viel Verständnis. So hat sich Generaldirektorin Dr. Susanne Riess-Hahn mit mir aufrichtig gefreut, als ich meine Karenzen angekündigt habe. Sie hat mir ermöglicht, nach meinen Vorstellungen die Dauer der Karenz und den Zeitpunkt meiner Rückkehr zu gestalten. Mit ihrer Unterstützung und der Unterstützung des gesamten Teams konnte ich 5 Monate Elternzeit organisieren und es stand nie zur Diskussion, dass ich danach wieder in meinen Job als Abteilungsleitung zurückkehren darf.

Darüber hinaus braucht es natürlich auch eine entsprechende Planung, gutes Zeitmanagement und ein Team, auf das man sich verlassen kann.

Und zu guter Letzt: einen starken Willen! Ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, mich in beiden Lebensbereichen selbst zu verwirklichen und habe mich dafür eingesetzt, dass es funktioniert.

 

Bist du immer auf Verständnis für diese Entscheidung gestoßen?

Manchmal wurde verwundert darauf reagiert. Und es gab auch die eine oder andere kritische Nachfrage, warum ich „mir das antue“. Die Antwort ist einfach: Ich empfinde es nicht als Bürde, sondern als Geschenk und bin jeden Tag dankbar, es so machen zu können.

Aus meiner Sicht gibt es kein Richtig oder Falsch, wenn es um die Balance zwischen Familie und Karriere geht. Es existieren unterschiedliche Lebensentwürfe, die alle ihre Berechtigung haben, solange es für die Beteiligten passt.

 

Gibt es ein weibliches Vorbild in deinem Leben, das dich inspiriert?

Definitiv meine Mutter – eine starke und beeindruckende Frau. Sie war alleinerziehend und gleichzeitig immer berufstätig. Trotzdem hat es mir nie an etwas gefehlt. Sie hat mir von klein auf gezeigt, dass Familie und Beruf vereinbar sind. Dafür bewundere ich sie sehr.

 

Welche Ratschläge möchtest du Frauen geben, die eine Karriere in einer Führungsposition anstreben?

Glaubt an euch selbst und packt eine Extraportion Selbstbewusstsein ein – auch wenn es nicht immer leichtfällt!

Schafft euch ein Umfeld, das euch bei euren Zielen unterstützt und habt den Mut, euch die Dinge zu nehmen, die euch zustehen.

Julia Altendorfer Leitung Marketingabteilung bei Wüstenrot
Wir feiern 100 Jahre Wüstenrot!

 

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  • Chronologie mit Bildmaterial aus der Historie des Unternehmens
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  • Interviews zur Frage „Wie wird man als Unternehmen 100 Jahre alt?"
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