Renate Trummer-Stempfl leitet bei Wüstenrot den externen Maklervertrieb für ganz Österreich. In dieser zentralen Rolle ist es ihre Aufgabe, die Zusammenarbeit mit externen Makler:innen zu koordinieren und weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit ihrem Team, das aus 33 Personen besteht, kümmert sie sich um diesen verantwortungsvollen Bereich.
Wir sprachen mit Renate über ihren Werdegang, über Stärken und Schwächen einer Führungskraft und warum sie sich im Bereich Finanzbildung für Frauen engagiert.
Zum 100-jährigen Jubiläum wollen wir Danke sagen und vergeben drei voll besparte Bausparverträge an Frauen mit einem engagierten Bildungsvorhaben.
Wüstenrot vergibt drei vollbesparte Bausparer im Wert von je 7.200 €
Wir unterstützen Frauen dabei ihren eigenen Weg zu gehen – dafür vergeben wir 3 vollbesparte Bausparer im Wert von je 7.200 €.¹ Wir möchten Horizonte erweitern, bei Zukunftsplänen unter die Arme greifen oder neue Wege ermöglichen. Wir stehen hinter den vielen starken Frauen in Österreich.
Erzähl uns von deinen Plänen und mache mit!
Einreichen bis zum 23.03.2025
HIER findest du alle Informationen und das Teilnahmeformular: Füll bis zum 23.03.2025 das Teilnahmeformular aus und lade deine Geschichte hoch (eine per Hand geschriebene Einreichung, ein PDF, eine Foto-Collage, eine Präsentation, ein selbst aufgenommenes Video etc.). Erzähl uns darin von deiner Geschichte, was sie besonders macht und welche Ziele du mit dem Geld erreichen möchtest. Los geht's!
Erzähl uns bitte, wie sich dein Karriereweg bis hierher gestaltet hat.
Begonnen habe ich im Außendienst bei einem anderen Versicherungsunternehmen. Sieben Jahre lang war ich damit sehr erfolgreich, wollte mich aber weiterentwickeln und suchte eine neue Herausforderung. Ich lernte zufällig den damaligen Makler-Chef des Unternehmens kennen und er erzählte mir von diesem Tätigkeitsfeld. Es war genau die Veränderung, die ich gesucht habe, also fing ich zwei Wochen später im Team der Maklerbetreuung an.
Im Jahr 2008 entschied ich mich, wieder etwas ganz Neues zu wagen und wechselte zu einer Bank. Dort war ich im externen Vertrieb für Bankprodukte zuständig. Ich hatte davor kein tiefgreifendes Verständnis von Krediten, aber ich war motiviert und wissbegierig. Diese lehrreiche Zeit war wie ein kleines Studium und gab mir wertvolle Einblicke und eine gute Basis, um später in zwei zentralen Bereichen – Versicherung und Bank – tätig zu sein.
Ein mutiger Schritt. Hattest du je Selbstzweifel?
Natürlich. Ich habe mich gefragt: „Bin ich gut genug? Weiß ich genug?“ Aber ich habe schnell realisiert, dass ich viel mehr schaffen kann, als ich glaube.
Wie ging es für dich weiter?
Bei der Bank lernte ich Alexander Knezevic (Anmerkung: heute Chief Sales Officer bei Wüstenrot) kennen, dessen Nachfolge ich antrat. Als er zu Wüstenrot wechselte, nahm er wieder mit mir Kontakt auf und überzeugte mich, ebenfalls zu Wüstenrot zu kommen.
2013 fing ich bei Wüstenrot als Leiterin des externen Maklervertriebs im Gebiet Steiermark an. Durch unsere erfolgreiche Arbeit kamen später Oberösterreich und Kärnten - die Region Mitte und schließlich ganz Österreich dazu.
Was war das bisherige Highlight deiner Karriere?
Der Moment, als CSO Alexander Knezevic mich fragte, ob ich mir die Gesamtverantwortung zutrauen würde – und mir die Leitung für den österreichweiten externen Maklervertrieb anbot. Das war für mich eine besondere Anerkennung.
Ein Highlight, das mir lange in Erinnerung bleiben wird, weil es mir zeigte: Meine bisherige Arbeit wird gesehen und wertgeschätzt.
Was denkst du, welche Eigenschaften haben zu deinem Erfolg beigetragen?
Strategisches Denken, Ergebnisorientierung und eine gute Menschenkenntnis. Ich glaube, meine große Stärke ist, gewinnend zu kommunizieren und die richtigen Impulse zu setzen.
Makler:innen zu überzeugen ist nicht immer einfach, aber ich habe ein gutes Gespür und merke schnell, in welche Richtung es geht. Es ist wichtig, auf die Menschen einzugehen und sie abzuholen.
Welche Aspekte deines Jobs bereiten dir am meisten Freude?
Mein Team. Es macht mich stolz, wenn sie ihre Ziele erreichen und ihre Entwicklung sichtbar wird. Jeder kleine Erfolg trägt zum großen Erfolg bei.
Warum bist du eine gute Führungskraft?
Als Führungskraft gehört es auch dazu, die Leute im Team aufzubauen, wenn sie gerade demotiviert sind oder etwas nicht gut gelaufen ist. Es scheint nicht immer die Sonne, aber mit Empathie und Verständnis kann man ein Team weiterbringen. Es ist mir wichtig, meine Mitarbeiter:innen zu fördern und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.
Ich betrachte mich außerdem als Bindeglied zwischen den Makler:innen, den internen Fachabteilungen und meinem Team. Unterschiedliche Themen und Bedürfnisse müssen zusammengebracht werden und ich denke, das gelingt mir sehr gut.
Was machst du, wenn es bei dir selbst einmal nicht gut läuft?
Ich gehe in die Natur. Kopf auslüften. Durchatmen. Auch in der Arbeit nehme ich mir 20 Minuten für mich, bevor ich mich einer schwierigen Situation widme.
Was mir auch sehr geholfen hat: nicht alles persönlich zu nehmen. Als ich jünger war, hat mich Kritik oft sehr getroffen. Ich dachte, es liegt an mir als Person und dass ich vieles falsch mache. Aus diesem Denkmuster bin ich schon lange ausgebrochen, denn konstruktives Feedback ist wichtig und notwendig, um weiter zu wachsen.
Worin findest du in der Freizeit deinen Ausgleich?
Kochen ist meine Leidenschaft. Beim Gemüseschneiden muss man nicht viel überlegen, da kann man gedanklich zur Ruhe kommen.
Außerdem lege ich gerne einen Wellness-Tag ein, an dem ich einfach nur entspanne – oder fahre übers Wochenende weg für einen kurzen Tapetenwechsel.
Gibt es ein weibliches Vorbild in deinem Leben, das dich inspiriert?
Mich beeindrucken alle mutigen Frauen, die für sich einstehen, ihre Meinung vertreten und sich in der Welt behaupten. Frauen, die ihre Stärken selbstbewusst zeigen, finde ich immer inspirierend.
In deinem Team gibt es auch mehr Frauen als Männer.
Ja, 21 meiner 33 Mitarbeiter:innen sind Frauen. Das ist im Vergleich zu anderen Finanzunternehmen im Bereich Maklervertrieb eine Besonderheit und kommt auch nicht von ungefähr: Im Wüstenrot Vertrieb fördern wir Frauen ganz gezielt.
Soweit ich weiß, geht dein Engagement auch darüber hinaus.
Ich organisiere regelmäßig ein Business Breakfast mit Frauen, Workshops zum Thema Finanzbildung und bringe Frauen bei Netzwerktreffen zusammen. Das ist mir ein großes Anliegen.
Du engagierst dich auch sehr im Bereich Finanzbildung, insbesondere in Bezug auf Frauen. Warum ist dir das wichtig?
Frauen sind in finanziellen Angelegenheiten oft benachteiligt, verdienen weniger und erhalten später eine geringere Pension. Deshalb habe ich unterschiedliche Formate und Netzwerktreffen ins Leben gerufen, bei denen wir über Finanzthemen sprechen.
Wir brauchen viel mehr Aufklärungsarbeit und müssen Wissen weitertragen. Das gebe ich auch meinen Makler:innen mit.
Ein weiteres Thema ist Finanzbildung in der Schule. Meine Stieftöchter sind 15 und 20 Jahre alt – beide haben noch nie von Finanzbildung gehört. Ich bin der Meinung, dass es hier viel Aufholbedarf gibt.
Welchen Ratschlag gibst du Frauen, die eine Karriere in einer Führungsposition anstreben?
Seid mutig! Lasst euch nicht von Zweifeln oder von anderen Menschen beeinflussen, die sagen: „Bleib lieber in deiner Komfortzone.“ Der erste Schritt mag schwierig sein, aber danach wird es einfacher.
Man sollte sich stets fragen: „Was kann passieren?“ Risiken einzugehen, gehört dazu, um erfolgreich zu sein.
Entdecke HIER alles zum großen Wüstenrot Jubiläumsjahr: